Sie sind Fleischfresser, haben einen gekrümmten Schnabel und kräftige Krallen, die man Greife nennt. Diese Vögel sind für ihr äußerst effizientes Jagen bekannt und gefürchtet.
Je nach Art können Größe und Gewicht der Tiere stark variieren.Die Größten unter ihnen, also zum Beispiel der Andenkondor (vultur gryphus), haben eine Flügelspannweite von bis zu 3,20 m und wiegen somit ungefähr 12 kg. Die Kleinsten haben eine Spannweite von weniger als 35 cm und wiegen nicht mehr als 55 g. Das ist die Größe des kleinsten Falken, das Finkenfalkchen (microhierax fringillarius).
Bei Greifvögeln unterscheidet man zwei Ordnungen :
• die tagaktiven Greifvögel oder Falconiformes.
• die nachtaktiven Greifvögel oder Strigiformes.
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Tagaktive Greifvögel haben einen kurzen gebogenen Schnabel und ihre Krallen sind stark und scharfkantig. In der Regel sind sie außerordentlich talentierte Jäger und haben das berühmte scharfsichtige Adlerauge.
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Einige sind Aasfresser, so zum Beispiel die Geier. Sie nisten auf Bäumen, Felsen und Klippen. Sie haben keine Greifen sondern Krallen, mit denen sie ihre Beute nicht töten können.
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Nachtaktive Greifvögel haben ebenfalls einen gebogenen Schnabel und Greife. Sie unterscheiden sich von den tagaktiven durch den breiten Kopf und große Augen, die von Federn umgeben sind. Dank ihres weichen Federkleides sind sie im Flug fast nicht zu hören.
Diese Tiere sind Einzelgänger und jagen meist in der Dämmerung oder in der Nacht. Zu den wenigen Ausnahmen zählt die Sumpfohreule. Sie jagt auch bei Tag. Die Nachtjäger ernähren sich von kleinen Tieren, darunter auch Nagetiere.
Geier sind die ältesten bekannten Greifvögel. Sie lebten bereits vor rund 60 Millionen Jahren, im eozänischen Zeitalter.